Ein freundliches Hallo allen Besuchern und danke, dass Sie hier lesen.
     START
     DEUTSCHLAND
     PAKISTAN
     WELTBILDER
     KINDER
     DISKUSSION
     EINZELNE TAGE
     GESETZE
     STOPP
     Im Kino
     K - G - S
     FRAUEN
     => Frau Anmut
     => Frau Bühne
     => Frau Gemälde
     => Frau Geschichte
     => Frau Medizin
     => Frauen Mix
     => Frau Politik
     => Frau Religion
     => Frau Tanz
     => Frau Zubehör
     MÄNNER
     WEGE
     ZEIT
     NATUR
     TIERE
     Knut
     MIX
     UNVERGESSEN
     Landkarte
     Pinnwand
     Geschenke von Besuchern
     Resonanz im Gästebuch
     Links v. Besucher
     Impressum und Kontakt

Diese WebSeite wird regelmäßig aktualisiert. Zuletzt : 17.09.2016


Unsere HP - Frau Medizin


Hope Bridges        Nachteile und schlimme Folgen des Korsetts


Texte von Hope Bridges Adams Lehmann
Ärztin
 
Frauenfrage und Männerfrage

" Die Frauenfrage ist die Männerfrage.  Das war sie von jeher, das ist sie heute, das wird sie in aller Zukunft sein. ... Wie unzulänglich ist das Schlagwort ,Frauenfrage', wie töricht
jede Betrachtung der Frau abseits vom Manne, wie aussichtslos jeder Befreiungskampf der Frau, der nicht den Mann mitbefreit. Das Letzte ist eine Seite der sogenannten Frauenfrage, welche bisher wenig betont worden ist. Wir sprechen stets von den Fesseln,
welche die Frau zersprengen muß, und es sind ihrer weiß Gott genug an Schwere und Menge. Aber muß denn nicht auch der Mann Fesseln zersprengen ? Ist er nicht vorderhand
in seiner Weise ebenso wenig sozial, ebenso wenig den Anforderungen des Lebens angepaßt wie die Frau den ihren ? Ist er nicht der Frau ebensowenig gewachsen wie sie
ihm ? Wird nicht er so gut wie sie vor die Aufgabe gestellt, Altes abzustreifen,
Neues zu erwerben, sich mit ihr zu einem harmonischen Ganzen zu vereinen ? "
 
(aus: Das Weib und der Stier, Oie neue Zeit, 1901, S.5 f.)
 
Das Korsett ( Corset )

" Nichts ist charakteristischer für die Unnatur, welche unsere ganze Lebensführung und
Anschauungsweise beherrscht, welche unseren Frauen - Gott sei es geklagt - in Fleisch
und Blut übergegangen ist, als das sklavische Festhalten an einer Mode, welche der
Gesundheitspflege und dem Schönheitssinn Hohn spricht ...  Zunächst ist es notwendig,
vorauszuschicken, daß, wenn im Folgenden vom Corset die Rede ist, keine
Panzermaschine darunter verstanden werden soll, die nur unter angestrengter Mithilfe
einer Kammerzofe oder eines Bettpfostens geschnürt werden kann, sondern das
gewöhnliche, hausbackene Durchschnittscorset, von dem jede ,vernünftige' Bürgersfrau
und jede ,einfache' Bürgertochter dem untersuchenden Arzt gegenüber mit Überzeugung
behaupten wird : ,Mein Corset ist gar nicht fest :
Denn wir dürfen uns nicht etwa einbilden, daß dieses ,harmlose' Corset einige Zeit getragen
werden kann, ohne dauernde und empfindliche Beeinträchtigung der Körpergestalt
herbeizuführen.
Dies wird hinlänglich durch die Tatsache bewiesen, daß unter 100 Frauen
nur 10 annähernd normal gebaut sind. Mit dem Corset ist überhaupt kein Pakt zu schließen.
Gegen das Corset an und für sich, ob weit oder eng, und ebenso gegen das anliegende,
steife Kinderleibchen, welches das unglückliche Kind zum Corset vorbereiten soll,
ob mit oder ohne Stäbe, muß der gewissenhafte Arzt einen unerbittlichen Krieg führen. "
 
(aus: Das FrauenbuchB, d. I, S. 124 f., Stuttgart 1896)


Skelett

Siri Hustvedt

aus dem Buch :

Während die schöne Siri Hustvedt an einem blauen Maientag im Jahr 2006 in Minnesota anlässlich der Einweihung einer Fichte zu Ehren ihres vor zwei Jahren verstorbenen Vaters eine Gedenkrede hält, befällt sie ein unerträgliches Zittern und Schlottern der unteren Gliedmaßen. Ihr Vater war Professor am St. Olaf College. Das krampfartige Zittern vom Hals abwärts ist nicht zu beherrschen. Die Mutter erlebte als Zuhörerin ihren Zustand, als wohne sie einer Hinrichtung auf dem elektrischen Stuhl bei. Für das Glamourpaar der New Yorker Intellektuellenszene, den Schriftsteller Paul Auster und seine Frau Siri Hustvedt, bedeutet ihre Erkrankung eine massive Herausforderung. Gelegentlich erlebt sie bei späteren Vorträgen und Lesungen erneute Zitteranfälle.
Auf der Suche nach Erklärungen für ihren unwürdigen und desolaten Zustand bemüht Siri Hustvedt alle ihre bisherigen Studien zur Psychopathologie von Geist, Körper und Seele. Einer Archäologin der Seele gleich begibt sie sich auf die Suche nach den Ursachen ihrer Krankheit.
Ihr vorliegendes Buch über ihre eigene Erkrankung gleicht einem Sachbuch zum Thema Psychopathologie von körperlich nicht diagnostizierbaren Störungen. Sie befasst sich mit der Diagnose "Hysterie" und mit den Merkmalen von Konversionssymptomen und liest einschlägige Fachliteratur.
Dabei kommt sie zu dem Ergebnis,"... dass Hysterie eine systemische Spaltung sei, die es einem abtrünnigen Selbst erlaubt, sich ohne Führung davonzumachen." Unter dem Gesichtspunkt, dass Umwelteinflüsse Störungen herbeiführen können, fragt sie sich gleichzeitig, warum "...der, der von einem Elternteil schlecht behandelt wurde, ein Psychopath wird, und ein anderer, dem es ähnlich erging, an schweren Depressionen leidet, und ein Dritter mit einer unerklärlichen Lähmung reagiert..."Zuletzt fragt sie sich, ob sie womöglich die Trauer um ihren verstorbenen und sehr geliebten Vater verdrängt habe.
Auf ihrer Suche nach den wahren Gründen für ihr Leiden lässt Siri Hustvedt kein Fachbuch aus und bezeugt Erfolge, die auf dem Gebiet der Neurologie inzwischen zu verzeichnen sind. Gebannt folgt man ihren differenzierten Recherchen, sich mit ihrem Leiden auseinanderzusetzen. Dabei öffnet sie ihr Herz und berichtet über sehr persönliche Erinnerungen aus ihrer Kindheit, die feinsinnige Seelenzustände berühren. Sensibel und wach beobachtet sie sich und andere und umkreist die philosophische Frage, woher wir kommen, wer wir sind und wohin wir gehen.
Psychiatrie, Neurologie und Psychoanalyse werden in ihren Denkrichtungen und Forschungsergebnissen hier zusammen geführt, denn es besteht offensichtlich eine Wechselwirkung zwischen Umwelt, psychischem Leiden und Veränderungen in den Hirnstrukturen. Das Zusammenwirken der verschiedenen Disziplinen macht die Zusammenarbeit unter den Fachrichtungen unabdingbar.
Detailversessen und genau zitiert die Autorin zahlreiche bekannte Wissenschaftler aus Geschichte und Gegenwart von Freud über Charcot bis zu heutigen Forschern und gibt präzise und vielseitig Auskunft über die verschiedenen Ansätze zur Erforschung unseres Seins. Sie berichtet in ihrem Buch über Subjektivität im Denken und in der Wahrnehmung, über Irrationalität und Traumata; sie schreibt über Dissoziation und Spaltungen im Bewusstsein, und man erfährt eine Menge Wissenswertes über die Psyche, die uns Streiche spielt und uns in die Irre zu führen versteht.
Das Sachbuch, gekoppelt mit biographischen Abhandlungen, ist mit Verstand geschrieben und mit Belegen für die unterschiedlichsten Thesen versehen. Zahlreich Fallbeispiele und Geschichten aus dem Leben ergänzen den fachlichen Teil; sie lassen die Lektüre zu einem spannenden Abenteuer werden!
Bis heute waren schon - 96179 Besucher- hier

Uhrzeit jetzt
Aktueller Kalender Webseitenbewertung mit Zertifikate
Service von
Webseitenbewertung.com
=> Willst du auch eine kostenlose Homepage? Dann klicke hier! <=
Etwas Muse gehabt ? Super ! UNTEN angekommen ? - Schön :-) Danke für`s Nachdenken. Und - Danke für Ihr Interesse :-) Wir wünschen Ihnen einen GUTEN TAG !