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Unsere HP - Pakistan 2


Shamim Manzar ist Pakistaner

Shamim Manzar ist Pakistaner
und unterrichtet Deutsch am Goethe-Institut von Karachi.
Als Schriftsteller publiziert er auf Urdu, schreibt für Sinn-bar jetzt auf Deutsch.
Pakistan: Ein östlicher Landstrich, der vielen als Entwicklungsland erscheint,
in dem auch gerne mal über Monate hinweg telefonische Netze zusammenbrechen,
das voller Kultur und Traditionen ist.
Dort sind die Menschen anders als in Deutschland.
Aber: Sind sie es wirklich?
Und wenn ja - wie sind sie?
 

Shafqat Ali Khan

Nadeem Aslam
Nadeem Aslam


Mohandas Karamchand Gandhi
(genannt: Mahatma Gandhi; zu Deutsch: „große Seele Gandhi“; Gujarati: મોહનદાસ કરમચંદ ગાંધી, Devanagari: मोहनदास करमचंद गांधी Mohandās Karamcand Gāndhī; * 2. Oktober 1869 in Porbandar, Gujarat; † 30. Januar 1948 in Neu-Delhi, Delhi) war ein indischer Rechtsanwalt und politischer sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Sein Konzept Satyagraha, das beharrliche Festhalten an der Wahrheit, beinhaltet neben Ahimsa, der Gewaltlosigkeit, noch weitere ethische Forderungen wie etwa Swaraj, was sowohl individuelle als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung bedeutet.


Mohandas Karamchand Gandhi


Mahatma Gandhi



Eine Ehre für das Land Pakistan, seine jahrhundertelangen Sufi-Traditionen und sein spirituelles Erbe der Sufi-Musik. Am 27. August 2010 eröffneten die drei pakistanischen Künstler Rizwan-Muazzam Qawwali-Group, Sain Zahoor und Pappu Sain die Konzertreihe "Century of Song" im Rahmen der Ruhrtriennale 2010 in Bochum, dem größten Kulturfestival Europas. Die Deutsch-Pakistanische Gemeinschaft für Kultur und Demokratie e.V. ist stolz, Kooperationspartner der Ruhrtriennale für dieses einzigartige und hochspirituelle Eröffnungskonzert gewesen zu sein.



" Pakistan ist für Frauen das tödlichste Land der Welt "

Betsy Udink: "Allah & Eva. Der Islam und die Frauen.", Verlag C.H. Beck, München 2007, 233 S. Die Autorin Betsy Udink, Ehefrau eines niederländischen Diplomaten, hat fast 30 Jahre in islamischen Ländern gelebt. In ihren Reportagen schildert sie kritisch die Verhältnisse unter anderem in Pakistan, einem patriarchalischen, von Stammeswesen und Korruption geprägten Entwicklungsland. In Bezug auf die Frauen hinterfragt sie was "Allahs Wille" sei.

Ein 16-jähriges Mädchen tanzt auf einer Hochzeit. Dabei hält sie ein junger Mann am Arm. Zu lange, befindet der Vater ihres Verlobten, der die Szene von einem Balkon aus beobachtet. Er greift nach einem Backstein, stürzt zwischen die Feiernden und schlägt auf das Mädchen ein. Deren eigener Vater und ihre Cousins schließen sich an. Die Männer erschlagen die junge Frau, hacken ihr die Hände ab und werfen die Leiche in einen Bewässerungskanal. Der junge Mann, der sie am Arm gehalten hatte, wird zur Leistung einer Entschädigungszahlung an den Vater des Mädchens verurteilt. Schließlich hatte er ihn durch sein Verhalten zum Mord an der eigenen Tochter angestiftet, urteilen die Dorfältesten. Das muss bestraft werden. Die Mörder selbst werden nicht angeklagt, haben sie doch bloß die Ehre der Familie wiederhergestellt.

Betsy Udink, Autorin und Ehefrau eines niederländischen Diplomaten, hat in Pakistan viele solcher Geschichten gesammelt. "Pakistan ist für Frauen das tödlichste Land der Welt", resümiert die Autorin. Überzeugend führt sie Beispiele für diese These in ihrem neuen Buch an: "Allah & Eva. Der Islam und die Frauen". Ein einseitiges Buch, das jeden "Dialog mit dem Islam" obsolet erscheinen lässt. "Frauenrechte im westlichen Sinne kollidieren mit der Lehre des Propheten Mohammed", stellt die Autorin immer wieder zornig fest. Sie ist keine Islamwissenschaftlerin, sondern bildet sich ihre Urteile durch Beobachtung von Alltagssituationen, durch Gespräche, Studium lokaler Zeitungen und Schriften islamischer Ideologen. Sie hinterfragt deren Behauptungen, der Islam respektiere die Frauen. Sie sieht im pakistanischen Islam drei negative Hauptlinien: die ideale islamische Frau hat in erster Linie Mutter zu sein, ihre Zeugenaussage gilt vor Gericht weniger als die eines Mannes und Familienplanung ist "eine westliche Verschwörung gegen den Islam".

Udink hat insgesamt fast 30 Jahre in islamischen Ländern verbracht hat; von 2002 bis 2005 lebte sie in Pakistan. Sie ist keine Touristin und hat sich nicht auf den Beobachterstatus der privilegierten westlichen Diplomatengattin zurückgezogen. Kritisch hinterfragt sie die Verhältnisse, nimmt den Leser mit auf ihre Reisen quer durch das patriarchalische, von Stammeswesen und Korruption geprägte Entwicklungsland.

Wir lernen die islamische Republik Pakistan von ihrer hässlichen Seite kennen. Die Autorin unterhält sich mit muslimischen Politikerinnen, Demographen, Menschenrechtsvertretern, Stammesfürsten. Sie besucht Gefängnisse, Schulen, Feste der Sufis, Absteigen von Prostituierten und Veranstaltungen fundamentalistischer Parteien.

Udink berichtet von sexuellem Missbrauch, von deprimierender Armut und der durch den Koran gedeckten Diskriminierung von Frauen in allen Lebensbereichen. Viele kleine, lebendige Reportagen sind so entstanden. Durch knappe, sarkastische Kommentare offenbart die Autorin ihre Gefühle, ihr Unverständnis. Ihren Schmerz darüber, was "Allahs Wille" und - nach unseren Verständnis - Barbarei ist.

Rezensiert von Carsten Hueck

Betsy Udink: "Allah & Eva. Der Islam und die Frauen."
Aus dem Niederländischen von Anna Berger.
Verlag C.H. Beck, München 2007, 233 Seiten, 19,90 EUR

 

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